Pflegehinweise für Schieferprodukte der Manufaktur Morungen

Die Schieferprodukte der Manufaktur Morungen finden in den verschiedensten Lebensbereichen Anwendung und werden entsprechend unterschiedlich beansprucht. Abhängig davon wo der Schiefer eingesetzt wird, bieten wir Ihnen von Haus aus verschiedene Versiegelungsvarianten an.  Gegebenenfalls müssen die Schieferplatten in regelmäßigen Abständen etwas gepflegt werden, um die Versiegelung und die schöne Optik beizubehalten.

Grundsätzlich bieten wir 3 verschiedene Oberflächenbearbeitungen an:

  • eingeölte, versiegelte Oberflächen
  • lasierte, imprägnierte Oberflächen
  • rohe, unbeschichtete Oberflächen

Hinweise zu eingeölten, versiegelten Schieferplatten

Unbehandelt ist die Oberfläche vom Schiefer porös und lässt einen Stoffaustausch zu. Leicht können ohne Versiegelung unansehnliche Flecken bei Kontakt mit Flüssigkeiten, Säften, Fetten oder Ölen entstehen. Für den gelegentliche Einsatz im Wohn- und Küchenbereich lohnt sich eine Versiegelung mit Oliven- oder Leinsamenöl.

Das Versiegeln der Schieferplatten ist kinderleicht und ungefährlich. Hier kommt Natur auf Natur. Alle Materialien sind hautverträglich und ungefährlich. Das Olivenöl oder das Leinsamenöl zieht in den Schiefer ein, dunkelt diesen gegebenenfalls etwas ein und verringert den möglichen Stoffaustausch erheblich.

Sie können den Schiefer dann ganz einfach selbst bzw. erneut versiegeln. Je nach Gebrauch wird eine Erneuerung der „Schutzschicht“ von uns empfohlen. Der Vorteil bei einem eingeölten Schiefer ist, dass keine weiteren Fette eindringen und es weniger zu Flecken oder Ähnlichem kommt. Entsprechnend sollten öl- und fettlösende Reinigungsmittel, sowie starke Säuren auf den Oberflächen und starke Sonneneinstrahlung vermieden werden, da diese zur schnelleren Abnutzung der Versiegelung und Fleckenbildung führen können.

Sollten durch den üblichen Gebrauch mit der Zeit Unterschiede in der Oberflächenbeschaffenheit auftauchen und deutlicher werden, so empfehlen wir eine Erneuerung der Versiegelung. Mit einem Tuch können Sie das Öl einfach aufgetragen und am nächsten Tag brauchen Sie lediglich noch etwas nachpolieren.

Hinweise zu lasierten, imprägnierten Oberflächen

Bei stark beanspruchten Oberflächen, bspw. beim Einsatz im Außenbereich verwenden wir eine chemische Steinlasur, welche die Oberfläche nachhaltig imprägniert und zu einem glänzendem Schiefer führt. Ein Beispielprodukt ist hier unsere Hausnummer auf einer Schieferplatte.

Die Witterungseinflüsse im Außenbereich beanspruchen die Oberfläche so sehr, dass für eine lange Lebensdauer des Produktes eine besonders widerstandsfähige Lasur empfohlen wird. Die Steinlasur versiegelt den Schiefer nachhaltig und macht diesen langfristig unempfindlich gegenüber Wasser, Schmutz, Ölen und Fetten. Die Farbe des Schiefers wird ebenfalls durch die Imprägnierung geschützt.

Im Gastronomiebereich werden die Schieferprodukte ebenfalls hohen Belastungen ausgesetzt. Durch die häufige Verwendung und Reinigung von Servierplatten empfehlen wir ebenfalls die haltbarere Versiegelung und Farbkonservierung durch chemische Steinlasuren.

Auf diese Art und Weise lasierte Oberflächen können auch problemlos mit fettlösenden Reinigungsmitteln gereinigt werden. Selbst ein Einsatz im Geschirrspüler wäre möglich, allerdings raten wir davon strikt ab.

An den Bruchkanten und nach längerer zeit kann es allerdings auch hier zu Abnutzungserscheinungen an der Lasierung kommen. In dem Fall können Sie unter Einhaltung der empfohlenen Schutzmaßnahmen die Oberflächen mit einer Steinlasur neu imprägnieren und für die nächsten Jahre haltbar machen.

Hinweise zu unbeschichteten, rohen bzw. nicht versiegelten oder lasierten Schieferplatten:

Komplett ohne Beschichtung hat der Schiefer ein sehr natürliches Aussehen. Je nach Schieferart kann die Oberflächenbeschaffenheit variieren. Charakteristisch ist die wellige und spaltraue Beschaffenheit. Wie weich oder hart ein Schiefer ist, hängt von seiner Zusammensetzung ab. Hohe Ton- oder Kalkanteile machen das Schiefergestein insgesamt weicher und etwas anfälliger für mechanische Einwirkungen und groben Schmutz, d.h. dass leicht kleine Kratzer entstehen können. Schmutz kann wie Schmirgel wirken und die Oberfläche leicht zerkratzen. Der Effekt ähnelt hier dem Einsatz eines Topfkratzers auf einer neuen Edelstahlfläche.

Kleine Kratzer können mit feiner Stahlwolle entfernt werden, meist verschwinden sie auch einfach bei weiterem Gebrauch der Schieferplatte wieder von ganz allein.

Verunreinigungen können mit weichen Bürsten oder schonendem Staubsaugen entfernt werden. Bei starken Verschmutzungen kann ein Grundreiniger verwendet werden. Hier muss die Oberfläche „eingeweicht“ werden und gegebenenfalls mit Bürsten noch etwas nachgeholfen werden.

Unbehandelte Oberflächen können außerdem empfindlich auf Säuren und Alkalien reagieren, besonders bei Schiefer mit höheren Kalkanteilen. Bei Kontakt entstehen gegebenenfalls sehr helle Flecken in den Schieferplatten, die nicht mehr weg zu bekommen sind. Flüssigkeiten, Säfte, vor allem Fette und Öle können in den Schieferstein eindringen und ebenfalls zu Flecken führen. Nicht umsonst werden Servierplatten gern flächendeckend mit Oliven- oder Leinsamenöl bestrichen, um eine einheitliche Farbe des Schiefers zu verwirklichen.

Vermeiden Sie den Kontakt der Schieferplatte mit starken Säuren oder Alkalien.

Flecken, die durch Fette und Öle entstanden sind, lassen sich eher schwer entfernen. Je nach Beschaffenheit des Schiefer kann das Fett bzw. Öl mit Kreidepulver oder Stärkepulver „aufgesaugt“ werden. Eine weitere Möglichkeit bietet die vorsichtige Behandlung mit fettlösenden Mitteln (bspw. Spülmittel) und einer Bürste. Bei starken Verschmutzungen oder hartnäckigen Flecken hilft auch hier der Grundreiniger.

Pflegehinweise für Holzprodukte

Gerade in unserer Kategorie „Schiefer trifft Holz“ begegnen Ihnen vermehrt Produkte, deren Hauptbestandteil bearbeitetes Fundholz ist.

Beim Umgang mit massiven Holzprodukten, welche mit natürlichen Ölen und Wachsen behandelt wurden, erfordert es einige Dinge zu beachten:

  • das Reinigen mit scharfen bzw. aggressiven Putz- und Reinigungsmitteln ist zu vermeiden
  • scharfe und spitze Gegenstände können die Oberfläche beschädigen
  • feuchte Räume sind regelmäßig zu lüften
  • beim Aufstellen der Vollholzobjekte ist darauf zu achten, dass eine gleichmäßige Sonneneinstrahlung gewährleistet ist

2. Reinigen

Eine Reinigung und Pflege erfolgt mit trockenem Staubtuch. Bei stärkeren Verschmutzungen kann die Oberfläche feucht abgewischt werden.

3. Reparieren

Verunreinigte bzw. beschädigte Stellen in der Oberfläche wie Wasserflecken, Abdrücke usw. werden mit einem Feinschleifpapier (mind. 400er Korn) in Faserrichtung ausgeschliffen. Anschließend gibt man etwas Holzöl auf ein Tuch und verreibt es gleichmäßig in Faserrichtung auf der Oberfläche. Nach Einwirken des Öles kann am Folgetag die behandelte Fläche leicht nachpoliert werden.

Quelle:  http://www.art-sn.de/instruktives/